Prozessunterstützung durch ERP-System
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Veröffentlicht am:
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10.09.2009
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Text:
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Was Unternehmen von ihrer nächsten ERP-Software erwarten und wie zufrieden sie mit der
gegenwärtigen Lösung sind, erhebt der jährliche ERP-Trendreport.
Für den ERP Trend Report 2009 befragten das deutsche Softwarehaus Demand Software Solutions und die Hamburger Unternehmensberatung SoftSelect 120 mittelständische deutsche Unternehmen, vor allem aus den Bereichen Industrie und Fertigung. Drei Viertel der Befragten haben mehr als 100 Mitarbeiter, 83 Prozent dezentrale Standorte. Die Fragen bezogen sich auf den aktuellen ERP-Status, künftige Projekte und die Wünsche an die nächste ERP-Generation. Die Ergebnisse machen deutlich, dass der Bedarf nach technologisch modernen Komplettlösungen und nach Instrumenten für das Business Process Management wächst.
Ein Viertel ist nur mäßig zufrieden. Die Hälfte der befragten Unternehmen hat ihr heutiges ERP-System vor dem Jahr 2000 angeschafft, 17 Prozent sogar schon vor 15 Jahren und darüber. Ein
Fünftel nutzt seine heutige ERP-Lösung erst seit höchstens vier Jahren. Bei über 80 Prozent der Teilnehmer wurde die ERP-Software schon mindestens einmal gewechselt. Bei mehr als der Hälfte der
Unternehmen konnte eine neue Software die Kosten in einzelnen Bereichen um mehr als 10 Prozent senken. Jedes vierte Unternehmen ist allerdings nur mäßig zufrieden oder unzufrieden mit der eigenen Lösung und sieht Nachbesserungsbedarf. Dennoch wollen nur sehr wenige in der nächsten Zeit in eine vollständig neue ERP-Software investieren. Knapp 80 Prozent streben stattdessen den funktionalen Ausbau der vorhandenen Lösung in den Bereichen Customer Relationship Management, Business Intelligence und Rechnungswesen/Controlling an.
Kostensenkung und Prozessoptimierung. Hauptwunsch der Unternehmen ist weiterhin die Senkung der Kosten – insbesondere auf Prozessebene, und zwar sowohl vor Einführung eines neuen ERP-Systems als auch während des Betriebs. Instrumente zur Prozessmodellierung, Prozessautomation und Prozessoptimierung stehen darum bei dem nächsten ERP-Auswahlprojekt mit
jeweils über 90 Prozent ganz oben auf der Agenda. Anbieter sollten zum Beispiel Tools zur Prozessvisualisierung, Prozessanalyse, zum Prozessdesign, zur Performancemessung oder zum Projektmanagement der Prozessoptimierung bereitstellen. Der Großteil der in den Unternehmen eingesetzten Lösungen sind Client-/Server-basierte Systeme. Vereinzelt werden dort Web-Clients genutzt, um von anderen Standorten auf die Applikation und Daten zuzugreifen. Die Unternehmen sehen steigende Nachfrage nach Web-Clients vor allem im Bereich CRM, Controlling und Projektmanagement.
ERP II. In den vergangenen fünf Jahren ist das Thema Technologie bei der Softwareauswahl weiter in den Fokus gerückt. „Man kann davon ausgehen, dass technologische Eigenschaften bei Entscheidungen zunehmend eine Rolle spielen, denn zukünftige ERP-Lösungen sollen hohe Anforderungen an die Basistechnologie und -Architektur erfüllen“ erläutert Geschäftsführer Reinhard Wagner von Demand Software Solutions, „sie sollen möglichst plattformunabhängig sein, eine hohe Skalierbarkeit bieten, Web-Services unterstützen, eine hohe Integrationsfähigkeit sowie Flexibilität
mitbringen, leicht an sich ändernde Prozesse anpassbar sein und gleichzeitig die Folgekosten minimieren.“ Im Gegensatz dazu erfolge eine Auseinandersetzung mit ERPII und webbasiertem ERP jedoch eher reaktiv und oft erst im Zusammenhang mit konkreten Aufgaben wie der Anbindung weiterer Systeme, betont Wagner die Kluft zwischen Wollen und Handeln.
Etwa drei Viertel der Unternehmen hat sich laut Studie mit ERPII bisher kaum beschäftigt. Als Gründe werden fehlendes Know-how, kein zu erwartender schneller ROI, kein Bedarf an dezentralem
Zugriff, zu hoher organisatorischer Aufwand oder mangelndes Interesse der Unternehmensführung genannt. „In Deutschland muss noch Aufklärungsarbeit geleistet werden“, betont Reinhard Wagner. Sein Resümé: „Die Ergebnisse des ERP Trend Reports 2009 zeigen deutlich, dass der Bedarf nach modernen ERP-Lösungen groß ist. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre Prozesskosten zu senken und betriebswirtschaftliche Potenziale auszuschöpfen. Moderne ERPII-Systeme ermöglichen nicht nur ein einfaches Anpassen der Software und einen bequemen, standort- und plattformunabhängigen Zugriff über den Webbrowser, sondern auch ein Höchstmaß an Flexibilität, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit, um auch vielschichtige Supply Chains operativ effizient zu betreiben.“
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Quelle:
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it&t business 09/2009
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10.09.2009, Uhlemann, Frank
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